Meeting-Müdigkeit erklärt: Warum Back-to-Back Meetings so anstrengend sind und wie du dich schützt. Mit Tipps für weniger, bessere Meetings.

Der Kalender ist voll, aber am Ende des Tages hast du nichts geschafft. Meeting-Müdigkeit ist real – und sie killt deine Produktivität. Warum das so ist und was du dagegen tun kannst.
Kurz: Meetings erfordern ständige Aufmerksamkeit, erzwingen Kontextwechsel und lassen keinen Raum für die eigentliche Arbeit.
In Meetings musst du ständig aufmerksam sein – selbst wenn das Thema dich nur am Rande betrifft. Dieses "Always-On" Zuhören ist kognitiv anstrengend. Nach Stunden bist du leer.
9:00 Budgetplanung, 10:00 Produktstrategie, 11:00 Team-Standup – jeder Themenwechsel kostet mentale Energie. Dein Gehirn muss den vorherigen Kontext ablegen und einen neuen laden. Das ist erschöpfend.
Zwischen Meetings bleibt keine Zeit für Deep Work. 30 Minuten hier, 45 Minuten dort – zu kurz für konzentrierte Arbeit, zu lang zum Nichtstun. Das Gefühl, nichts Substanzielles zu schaffen, frustriert zusätzlich.
Studien zeigen: 30-50% aller Meetings könnten E-Mails, Slack-Nachrichten oder kurze Loom-Videos sein. Unnötige Meetings sind besonders erschöpfend, weil die Zeit verschwendet fühlt.
Kurz: An Meeting-lastigen Tagen sinkt die Produktivität um bis zu 40%. Jedes Meeting hat einen "Vor-" und "Nachkosten" Effekt.
Microsoft analysierte Daten von 60.000 Mitarbeitern. Ergebnis: Nach jedem Meeting braucht das Gehirn 15-25 Minuten, um wieder in konzentrierte Arbeit zu kommen.
Das bedeutet: Ein 30-Minuten-Meeting kostet effektiv 45-60 Minuten. Vier Meetings à 30 Minuten nehmen nicht 2 Stunden, sondern 3-4 Stunden deiner produktiven Zeit.
Kurz: Meeting-freie Blöcke einrichten, kürzere Meetings, mehr "Muss das sein?" Fragen.
Reserviere feste Zeiten im Kalender für Deep Work – und behandle sie wie echte Termine. Viele erfolgreiche Menschen haben "No Meeting Mornings" oder ganze Meeting-freie Tage.
Statt 30-Minuten-Meetings: 25 Minuten. Statt 60 Minuten: 50 Minuten. Die Puffer erlauben Pausen zwischen Terminen – Zeit zum Durchatmen und Kontextwechsel.
Bevor du einlädst oder zusagst: Könnte das eine E-Mail sein? Ein Slack-Thread? Ein Loom-Video? Meetings sind für Diskussionen und Entscheidungen – nicht für reine Informationsweitergabe.
Nicht jedes Meeting braucht Video. Bei internen, informativen Calls: Kamera aus. Das reduziert die Zoom Fatigue und spart Energie.
Kein Meeting ohne klare Agenda. Wenn der Einladende nicht erklären kann, worum es geht und was entschieden werden soll – ist das Meeting wahrscheinlich unnötig.
Meeting-Müdigkeit ist keine Schwäche – sie ist die logische Konsequenz aus zu vielen, zu langen, oft unnötigen Meetings. Die Lösung liegt nicht darin, mehr auszuhalten, sondern weniger Meetings zu haben.
Starte mit einem kleinen Schritt: Blocke morgen einen 2-Stunden-Block ohne Meetings im Kalender. Verteidige ihn wie einen wichtigen Termin. Deine Produktivität wird es dir danken.
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Mehrere Gründe: Meetings erfordern ständiges aktives Zuhören, Kontextwechsel zwischen Themen kostet Energie, kein Raum für Deep Work, fehlende Pausen zwischen Terminen, und oft sind viele Meetings unnötig (hätten E-Mails sein können).

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